Quartiermanagement - Wer? Wie? Was?

Mit dem für Deutschland noch relativ neuen Ansatz des Quartiermanagements wurde eine Strategie gefunden, um benachteiligten Stadtquartieren eine Entwicklungschance zu bieten.

Nachhaltige Entwicklungsprozesse sollen durch ein Quartiermangement angestoßen, mögliche Potentiale auf Quartiersebene erkannt und genutzt werden. Grundsätzlich soll die Lebenssituation der Bewohnerschaft in benachteiligten Stadtquartieren verbessert werden.

Dabei ist die Mitwirkung und Beteiligung der Bewohner unverzichtbar. Deshalb ist es wichtig, verschiedene Bewohnerbeteiligungsformen zu aktivieren.

Das Ziel des Quartiermanagements besteht allgemein darin, die gemeinsamen und unterschiedlichen Interessen der im entwicklungsfähigen Gebiet lebenden Bevölkerung vor Ort über die Methoden Stadtteilkoordination, Organisation der Bewohneraktivierung und Mitwirkung an der Erfolgskontrolle zu realisieren.

Das Vertrauen gegenüber allen Beteiligten muss gewonnen werden, um einen nachhaltigen Prozess in Gang setzen zu können.

Quartiermanagement - Welche Aufgaben sind damit verbunden?

Die Aufgaben des Quartiermanagements im Fördergebiet "Die soziale Stadt" sind folgendermaßen zu benennen:

  • die Organisation und Unterstützung von Arbeitsgruppen, Bürgerforen, Bürgerinitiativen, thematischen Diskussionsrunden, Selbsthilfegruppen, Stadtteilfesten, Stadtteilrunden und Workshops.
  • Die Ressourcenbündelung über das Erarbeiten von gemeinsamen Konzepten und die Ressourcenfindung über das Akquirieren von Förderprogrammen und Fördergeldern.
  • Die Mitarbeit beim Aufbau eines Netzwerkes, um Projekte zu initiieren, zu entwickeln und zu koordinieren. Zu benennen ist in diesem Zusammenhang die Unterstützung von Kreativ- und Sprachkursen.
  • Die Mitwirkung an der Öffentlichkeitsarbeit über das Sammeln, Sondieren und Verbreiten von Informationen. Zu diesem Zweck werden professionell Aushänge und Flyer gestaltet, Presseartikel veröffentlicht sowie die Stadtteilzeitung "KaSch" als Medium der Informationsverbreitung genutzt.
  • Die Beseitung und Aufklärung von Missständen und Konflikten sowie die Prävention von Gewalt und rassistischen Tendenzen. Diesbezüglich arbeitet das Quartiermanagement nicht nur mit den Bewohnern des Fördergebietes "Die soziale Stadt" zusammen, sondern es besteht eine ebenso enge Kooperation mit dem Bürgerpolizisten und den Streetworkern der beiden Stadtteile Kaßberg und Schloßchemnitz.
  • Die Mitgestaltung von Aktionen wie Stadtteilfest, Stadtteilrallye oder auch Faschingsumzug.
  • Die Durchführung von Umfragen, Recherchen und Analysen sowie die Erstellung von Dokumentationen und Abschlussberichten über einzelne Projekte.
  • Die Betreuung von Praktikanten und Diplomanden sowie die Mitarbeit an wissenschaftlichen Dokumentationen für Institutionen wie z.B. für das Institut für Urbanistik in Berlin.

Als Ergebnis der pragmatischen Umsetzung dieser Aufgaben sollen im Interesse der Bewohner im Fördergebiet "Die soziale Stadt" positive Effekte erzielt werden wie z.B. die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls, die Gewährleistung von mehr Sicherheit, die Förderung einer positiven Gebietsentwicklung und das Generieren von Inititiativen.

Eine besonders enge und erfolgreiche Zusammenarbeit bei Projekten und Aktionen sowie in der Öffentlichkeitsarbeit besteht vorrangig mit der Neuen Arbeit Chemnitz e.V., aber auch mit dem Frauenverein Fact e.V., der Heilsarmee, dem Domizil e.V., der Jugendberufshilfe e.V., dem Haus Arthur, dem Verein der Angolaner sowie der Unteren und Oberen Luisenschule.